Gefüllter Hokkaido-Kürbis mit zerlaufenem Brie, Kirschtomaten, aktivierten Walnüssen und Kürbiskernen in einer gusseisernen Pfanne

Gefüllter Hokkaido-Kürbis mit Brie, Kirschtomaten und Nuss-Crunch

5 Min. Lesezeit 2DiE4 Live Foods · 2DiE4 Live Foods Aktualisiert:18 Oct 2026

Für gefüllten Hokkaido schneidest Du oben einen Deckel ab, löffelst die Kerne heraus und backst den Kürbis 25 bis 30 Minuten bei 190 °C vor. Dann kommen Brie, Kirschtomaten, Knoblauch und Thymian hinein, für weitere 20 bis 30 Minuten. Walnüsse und Kürbiskerne streust Du erst danach darüber.

Vorbereitung15 Min
Backzeit50 bis 60 Min
Portionen2
ErnährungVegetarisch
Direkt zum Rezept

Der Löffel geht durch die Käsedecke, trifft auf weiches Kürbisfleisch und nimmt eine aufgeplatzte Tomate mit. Dann knackt es. Für genau diesen Moment kommen die Nüsse bei diesem Rezept als Letztes.

Im Ofen wird alles cremig: Kürbis, Käse, Tomaten. Das macht den Reiz des Gerichts aus, und deshalb braucht es am Ende etwas mit Biss. Viele Rezepte rösten die Kerne ein paar Minuten mit. Wir streuen Walnüsse und Kürbiskerne lieber direkt vor dem Servieren darüber, aus zwei Gründen. Die Nüsse kommen so auf den Teller, wie sie aus unserer Aktivierung kommen: eingeweicht, schonend getrocknet und ohne ein zweites Erhitzen. Und es bleibt der aktivierte Nuss-Crunch, für den wir den ganzen Aufwand überhaupt betreiben.

Zutaten für 2 Portionen

Zutaten-RechnerPersonen ändern, Mengen passen sich an

Für den Kürbis

  • 1 Hokkaido-Kürbis, mittelgroß (ca. 900 bis 1.100 g)
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz

Für die Füllung

  • 180 g Brie
  • 200 g Kirsch- oder Cocktailtomaten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Olivenöl
  • 3 Zweige frischer Thymian
  • 1 kleiner Zweig Rosmarin
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Für den Crunch

Allergene: Milch, Walnüsse. Die Nüsse können Spuren anderer Nüsse enthalten.

Die Nüsse aus diesem Rezept

Das Rezept gelingt mit jeder guten Walnuss. Wir nehmen unsere aktivierten, weil sie nach dem Einweichen und Trocknen durch und durch knackig sind.

Zubereitung

  1. Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen (170 °C Umluft). Kürbis waschen und trocken reiben. Mit einem großen, scharfen Messer oben einen Deckel abschneiden, etwa 3 cm unter dem Stielansatz.

  2. Kerne und Fasern mit einem Esslöffel gründlich herauskratzen. Den Kürbis innen mit 1 EL Olivenöl einreiben und leicht salzen. Wackelt er, unten eine hauchdünne Scheibe abschneiden, damit er sicher steht. Dabei die Wand ganz lassen, damit der Käse später im Kürbis bleibt.

  3. Kürbis ohne Deckel in eine Auflaufform setzen und 25 bis 30 Minuten vorbacken. Stich mit einer Gabel in die Innenwand: Sie soll nachgeben, die Außenwand noch fest sein.

  4. In der Zwischenzeit die Kirschtomaten halbieren, Knoblauch fein hacken und die Blättchen von zwei Thymianzweigen abzupfen. Alles mit 1 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer mischen. Den Brie in grobe Stücke schneiden, die Rinde darf dranbleiben.

  5. Brie und Tomaten abwechselnd in den Kürbis schichten, den Rosmarinzweig obenauf legen. Den Deckel mit in die Form legen. Weitere 20 bis 30 Minuten backen, bis der Käse blubbert und sich das Kürbisfleisch innen mit dem Löffel leicht lösen lässt. Wird die Oberfläche zu dunkel, locker mit Backpapier abdecken.

  6. Kürbis aus dem Ofen nehmen und drei Minuten stehen lassen. Jetzt kommt der Crunch: Walnüsse mit den Händen grob brechen und zusammen mit den Kürbiskernen über den Käse streuen. Nach Wunsch einen dünnen Faden Honig und frischen Thymian darüber. Deckel anlehnen und sofort servieren.

Zum Essen schabst Du mit dem Löffel das weiche Kürbisfleisch von der Wand und nimmst Käse, Tomaten und ein paar Nüsse mit. Die Backzeiten sind Richtwerte und hängen von Größe und Reife des Kürbisses ab.

Warum die Nüsse zum Schluss kommen

Unsere Bio-Walnüsse aus Bulgarien und Moldau und die Bio-Kürbiskerne aus Bayern weichen wir in Quellwasser aus unserer hofeigenen Quelle mit handgeschöpftem Meersalz ein. Dabei beginnen sie zu fermentieren beziehungsweise anzukeimen. Danach trocknen wir sie schonend bei unter 65 °C über mehrere Tage. Geröstet wird nichts. Das nennen wir aktivieren. Die Nüsse sind dadurch bis in den Kern trocken und knackig, ohne Röstaroma. Im Ofen würde der heiße Käse sie schnell weich machen. Darübergestreut bleiben sie, wie sie aus der Tüte kommen. Die Kürbiskerne stammen übrigens von einer Sorte, die ohne harte Schale wächst. Sie bringen das tiefe Grün auf den Teller, und Kürbis trifft auf Kürbis, einmal weich und einmal knackig.

Wie das Einweichen genau abläuft, steht in unserem Guide zum Einweichen von Nüssen.

Tipps & Variationen

  • Schneller, halbiert: Kürbis längs halbieren, entkernen, salzen und mit der Schnittfläche nach unten 15 Minuten vorbacken. Wenden, Brie und Tomaten hinein und weitere 15 Minuten backen. Die Nüsse kommen wie gehabt erst danach dazu.
  • Käse tauschen: Camembert funktioniert eins zu eins. Ziegenkäse wird würziger. Feta wird weich, schmilzt aber nicht.
  • Mit Schärfe: Eine Prise Chiliflocken unter die Tomaten mischen. Der Honig am Ende fängt die Schärfe auf.
  • Vegan: Brie durch einen veganen Camembert auf Cashewbasis ersetzen, Honig durch Ahornsirup.
  • Reste: Kürbisfleisch und Käse auskratzen und mit etwas Gemüsebrühe pürieren. Das ergibt eine schnelle Kürbis-Käse-Suppe, die Nüsse kommen frisch darüber.

Was dazu passt

Ein Feldsalat mit Senf-Honig-Dressing bringt Säure an den Tisch, ein Stück knuspriges Bauernbrot ist zum Auftunken da. Im Glas passt ein trockener Weißburgunder oder ein Grüner Veltliner. Ohne Alkohol: ein naturtrüber Apfelsaft.

Häufige Fragen

Wie lange muss ein gefüllter Hokkaido in den Ofen?

Bei 190 °C Ober-/Unterhitze insgesamt 50 bis 60 Minuten: 25 bis 30 Minuten leer vorbacken, dann mit Brie und Tomaten noch einmal 20 bis 30 Minuten. Ein kleiner Kürbis ist früher fertig, ein großer braucht länger.

Kann man die Schale vom Hokkaido mitessen?

Ja. Der Hokkaido hat eine dünne Schale, die im Ofen weich wird. Du kannst die Kürbiswand einfach mitessen.

Geht das Rezept auch mit Camembert?

Ja, Camembert funktioniert eins zu eins und schmeckt etwas kräftiger. Auch Ziegenkäse passt. Feta wird im Ofen weich, schmilzt aber nicht.

Warum kommen die Nüsse erst nach dem Backen drauf?

Damit sie so bleiben, wie sie aus der Aktivierung kommen: eingeweicht, schonend getrocknet und ohne zweites Erhitzen. Im heißen Käse würden Nüsse und Kerne außerdem schnell weich und dunkel. Erst nach dem Backen darübergestreut behalten sie ihren Biss und bilden den Kontrast zur cremigen Füllung.

Für den Crunch

Walnüsse und Kürbiskerne aus diesem Rezept bekommst Du bei uns in 100 g und 250 g. Für einen Kürbis brauchst Du 40 g Walnüsse und 25 g Kürbiskerne, der Rest landet im Müsli, im Salat oder direkt in der Hand.

Walnüsse ansehen Kürbiskerne ansehen

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Live activated.
Aktivierte Bio-Nüsse aus Königsdorf, Bayern. Manufaktur seit 2004.

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